Veröffentlicht am 12.04.2012 00:00

Hohenbrunn · Fukushima-Vortrag

Mit japanischen Atomkraftgegnern: Die GRÜNEN aus dem Landkreis München: Antje Wagner und Markus Büchler (siehe vordere Reihe). 	 (Foto: Privat)
Mit japanischen Atomkraftgegnern: Die GRÜNEN aus dem Landkreis München: Antje Wagner und Markus Büchler (siehe vordere Reihe). (Foto: Privat)
Mit japanischen Atomkraftgegnern: Die GRÜNEN aus dem Landkreis München: Antje Wagner und Markus Büchler (siehe vordere Reihe). (Foto: Privat)
Mit japanischen Atomkraftgegnern: Die GRÜNEN aus dem Landkreis München: Antje Wagner und Markus Büchler (siehe vordere Reihe). (Foto: Privat)
Mit japanischen Atomkraftgegnern: Die GRÜNEN aus dem Landkreis München: Antje Wagner und Markus Büchler (siehe vordere Reihe). (Foto: Privat)

Die beiden GRÜNEN-Sprecher im Landkreis, Antje Wagner und Markus Büchler, haben im Oktober 2011 auf Einladung von japanischen Grünen das Katastrophengebiet um Fukushima besucht.

In einem Lichtbildervortrag im Lebensraum Kunst in Hohenbrunn, Dorfstraße 4, berichten sie am Dienstag, 17. April, 19.30 Uhr, mit eindrucksvollen Bildern über die Reaktorkatastrophe.

Die beiden Referenten waren in den Gebieten innerhalb der 30-km-Zone, die noch bewohnt werden. Besonders bewegend und aufrüttelnd sind dabei vor allem die Interviews mit Menschen gewesen, die die nun verstrahlten Gebiete bewohnten oder noch bewohnen. Bereits über 80.000 Menschen mussten ihre Häuser für immer verlassen.

Es wurde vor allem auch deutlich, wie schwer sich die Behörden mit einer offenen Informationspolitik tun. So sind z. B. immer noch Gegenden bewohnt, in der Bewohner einer erheblichen Verstrahlung ausgesetzt sind, nur weil diese nicht in der künstlich gezogenen 20-km-Zone liegen.

Antje Wagner und Markus Büchler brachten auch Proben verstrahlten Bodens mit, die im Umweltinstitut untersucht wurden und die zu erwartenden hohen Belastungen mit Cäsium und Strontium aufweisen.

Hier wird über Jahrzehnte keine Landwirtschaft mehr möglich sein. Ein »Hotspot«, d. h. ein eng begrenzter, stark radioaktiv kontaminierter Ort, lag zum Beispiel direkt neben einem Spielplatz, der noch von Kindern genutzt wird.

Keiner weiß, wohin mit dem abgetragenen kontaminierten Erdreich. Entschädigungen kommen nur zum Teil bei den Betroffenen an. Tepco, der Betreiber, ist pleite und verstaatlicht. Im Schlussteil des Vortrags geht es darum: Atomkraft ist nicht beherrschbar und vor allem, sie ist überflüssig! Die Energieversorgung der Zukunft besteht aus dezentralen, vernetzten, erneuerbaren Energiequellen in Bürgerhand, so die Referenten.

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