Veröffentlicht am 28.01.2012 00:00

Schwabing · Verbissener Kampf um SSV

Johannes Trischler.	 (Foto: js)
Johannes Trischler. (Foto: js)
Johannes Trischler. (Foto: js)
Johannes Trischler. (Foto: js)
Johannes Trischler. (Foto: js)

Begonnen hat Johannes Trischler seine politische Laufbahn bereits im zarten Alter von sechs Jahren.

Heute vertritt der 24-jährige Jurastudent im Bezirksausschuss Schwabing-Freimann (BA 12) als Mitglied der SPD die Interessen der Bürger des Stadtteils und setzt sich in der Studierendenvertretung für die Belange der Studenten ein.

Zwar räumt er ein, politische Arbeit sei oft zäh und nervenaufreibend. Seine Ideen zu verfolgen und Dinge zu gestalten bereite ihm jedoch nach wie vor Freude.

Geweckt wurde Trischlers politisches Interesse bei »Mini München«, einem Projekt, das alle zwei Jahre im Olympiapark stattfindet, und bei dem Kinder anhand einer Spielstadt kennenlernen können, wie Demokratie in einer Stadt funktioniert. Im echten Leben konnte Trischler dieses Wissen erstmals mit 16 Jahren anwenden: Als Jugendrat war er von 2005 bis 2008 am Aufbau der Stadtschülervertretung beteiligt. »Wir haben verbissen für dieses Projekt gekämpft«, erinnert er sich.

Inzwischen spielt er in der Liga der Erwachsenen mit. 2008 wurde er in den Bezirksausschuss gewählt – damals noch als Parteiloser. Zwar habe er einen »schlechten Listenplatz« gehabt: »Aber durch meine Arbeit in der Jugend- und Studierendenvertretung kannten mich viele, so dass ich Stimmen bekommen habe.«

Für die Anliegen der Studenten setzt Trischler sich auch stadtweit ein. Sein aktuelles Projekt: die Einführung eines Semestertickets für den öffentlichen Nahverkehr. »Die Aussichten dafür stehen gut«, glaubt er. Von Bedeutung seien Studenten aber auch in seinem Bezirk. Zusätzlich zur Studentenstadt befänden sich dort derzeit fünf neue Studentenwohnheime im Bau. Der BA fordere daher, im südlichen Teil des Geländes der ehemaligen Lok in Freimann eine Stadtteilbibliothek mit Arbeitsplätzen für Studenten zu errichten. Allerdings sei dies ein schwieriges Unterfangen. Die Stadt plane nämlich, die Anzahl der Bibliotheken in den Vierteln zu reduzieren: »Wir wollen aber eine Neue etablieren.«

Langfristig kann sich Trischler übrigens sogar eine politische Karriere vorstellen. Zwar brauche man in der Politik viel Durchhaltevermögen und gerate immer wieder an Punkte, an denen »Diskussionen sinnlos erscheinen«. Aber man könne sich für seine Ideale einsetzen. Konkret plane er eine Laufbahn als Politiker nicht: »Aber wenn es kommt, dann kommt es.« Julia Stark

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