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Oberschleißheim · Die Bürgermeisterin informiertGlücklicherweise zeigt die jüngste Kanalüberprüfung, die die Gemeinde Oberschleißheim durch ein Fachbüro durchführen ließ, ein völlig anderes Bild. Die Kommunen sind verpflichtet, das gesamte Kanalnetz alle 10 Jahre auf Dichtigkeit der Hauptleitungen sowie der Grundstücksanschlüsse zu untersuchen. Wir haben mit der turnusmäßigen Inspektion im Jahr 2011 begonnen. In der Sitzung des Gemeinderates am 05.12.2011 stellte das Ingenieurbüro ISAS GmbH die Ergebnisse vor. Im Laufe des Jahres 2011 wurden etwa 9.000 Meter des öffentlichen Hauptkanals gereinigt und mit Hilfe spezieller Kameras auf Schäden überprüft. Die Schwerpunkte lagen in den Ortsteilen Lustheim, Hochmutting und Teilen Alt-Schleißheims, die übrigen Teile der Gemeinde folgen Schritt für Schritt in den nächsten drei Jahren. Die Kanalzustandsbewertung ergab, dass 97 % der Kanäle frei von irgendwelchen Schäden sind. Bei den übrigen 3 % wurden geringfügige Schäden festgestellt. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Querrisse mit eindringendem Wasser, undichte Anbindungen oder einragende Dichtringe. Es handelt sich durchweg um punktuell begrenzte Schäden, akuter Handlungsbedarf besteht nicht. Die Kosten für die Behebung der im Jahr 2011 aufgelisteten Schäden wurde auf etwa 80.000,- € beziffert. Durch eine gemeinsame Sanierung mit eventuell später auftretenden Schäden ist eine wirtschaftliche Vorgehensweise gewährleistet. Um diesen auf den ersten Blick hohen Betrag in die richtige Relation zu setzen, kann ich mitteilen, dass bundesweit die Quote der beschädigten Kanalleitungen bei etwa 15 % liegt. Der Gutachter zeigte sich hoch erfreut und berichtete, dass er selten in seiner beruflichen Praxis solch niedrigen Schadenswerten begegnet. Sicher ist dies darauf zurückzuführen, dass die Gemeinde seit vielen Jahren hohe Beträge für den Unterhalt der Kanäle im Haushalt bereitstellt. Die Mitarbeiter unserer Kläranlage sind ständig damit befasst, eventuelle Schäden aufzuspüren und umgehend für eine Sanierung zu sorgen. Vor etlichen Jahren wurden die Kanalleitungen mit Hilfe eines damals noch relativ neuen Inliner-Verfahrens von innen mit Kunststoffschläuchen ausgekleidet – heute sind wir froh, dass wir diese kostspielige Methode gewählt haben. Denn es bleibt uns nun – im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen – erspart, mit hohen Mitteln eine umfangreiche Sanierung undichter Betonrohrkanäle durchführen zu müssen. Gerade die Haushaltsmittel, die in die Kanalisation fließen, sind nach außen wenig sichtbar. Doch sind sie gut investiertes Geld. Denn regelmäßige Kontrollen und Unterhaltsmaßnahmen sorgen dafür, dass „böse Überraschungen“ ausbleiben und sind zudem ein wichtiger Beitrag für den Umweltschutz. Undichte Kanäle können oft lange Zeit unbemerkt bleiben und doch große Umweltbelastungen hervorrufen. Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass auch alle Bürgerinnen und Bürger, die Eigentümer von Wohngebäuden sind, verpflichtet sind, den Zustand der privaten Hausanschlüsse regelmäßig überprüfen zu lassen. Die Kosten bewegen sich – insbesondere wenn sich einige Nachbarn gemeinsam zu einer Überprüfung entschließen – in einem vertretbaren Rahmen. Gerne ist Ihnen das Fachpersonal in unserem Klärwerk bei Fragen behilflich. Ich bitte Sie dringend, diese Verpflichtung ernst zu nehmen. Auch wenn wir die Kanäle nicht sehen und meist als selbstverständlich hinnehmen, dass „unterirdisch“ schon alles in Ordnung sein wird, ist eine regelmäßige Kontrolle durch Fachfirmen der einzige Weg, auf Dauer für umweltgerechte Verhältnisse zu sorgen. Ich möchte Ihnen in diesem Zusammenhang berichten, dass im nächsten Jahr erstmals in der Kläranlage ein Ausbildungsplatz eingerichtet wird. Über die genauen Bewerbungsvoraussetzungen werden wir in Kürze in einer Stellenausschreibung hinweisen. Ich freue mich, dass die Gemeinde nun auch in diesem Bereich jungen Menschen die Möglichkeit für eine Ausbildung bieten kann. Weiterlesen
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