Anfang Dezember fand das zweite Lichterfest der Sozialen Stadt statt. Und fast konnte man meinen, es wäre ein Frühlingsfest so gut meine es der Wettergott. Bei Sonnenschein am Nachmittag und milden abendlichen Temperaturen kamen viele Menschen, noch mehr als im letzten Jahr Jung und Alt, aus nah und fern um sich gemeinsam auf den Advent einzustimmen.
Dabei erstrahlte der REWE-Platz in einem anderen, einem festlichen Licht zahlreiche Seidentücher, die die Kinder der Grundschule im Sommer gemalt hatten wurden illuminiert umrandet von vielen Lichtern und Laternen.
Ein offenes Feuer brannte, wärmte und sorgte für eine behagliche Stimmung unterm Weihnachtsbaum.
Die Gewerbetreibenden am Platz brachten sich wieder tatkräftig ein mit Glühwein und Sekt, Leckereien und einer Tombola. Ehrenamtliche Helferinnen kredenzten eine wunderbare Kartoffelsuppe.
Der Deutsch-Türkische Freundschaftsverein servierte Tee und internationale Spezialitäten und auch die Grundschule beteiligte sich rege:
Der Duft von leckeren Waffeln und Apfelpunsch verzauberte die Luft und die selbstgebackenen Plätzchen der Eltern erfreuten sich regen Zuspruchs.
Zudem verkauften die Kinder selbstgebastelte Kunstwerke die sie in ihrer Engelwerkstatt liebevoll hergestellt hatten.
Und auch das Bücherbäumchen erinnerte daran, wie viel Spaß es machen kann, die Kinder mit Lesestoff zu beschenken.
Nach der Eröffnung durch Erste Bürgermeisterin Ziegler präsentierte der Singkreis der Nachbarschaftshilfe sein weihnachtliches Repertoire und ließ es sich auch nicht nehmen noch einige Zugaben zu geben.
Auch die Oberschleißheimer Miniband sorgte an diesem Abend mit altbekannten und modernen Weihnachtsliedern für einen schönen Rahmen.
Zwei Mädchen aus dem KreaPark lasen Astrid Lindgrens Weihnachten in Bullerbü vor.
Und dann schaute auch noch der Nikolaus vorbei mit Geschenken für die Kinder im Sack und einigen nachdenklichen Worten.
Ich grüße euch, ihr lieben Leute, St. Nikolaus besucht euch heute.
Und wie es eigentlich der Brauch, begleitet mich der Krampus auch.
Doch diesmal hat er sich gesträubt, er wollt nicht mit, hat keine Zeit.
Jetzt Bank und Börse sind sein Ziel, braucht dort die Rute äußerst viel.
So komm allein ich heute fei, von sehr weit weg, aus der Türkei.
Dort ward geboren ich vor Zeiten, ward Bischof; tu den Weg bereiten
für gute Menschen weit und breit aufs Weihnachtsfest, durch´d stade Zeit.
Ein christlich Brauch, der Nikolaus, doch grüßt er die Muslime auch.
Ein Blumenstrauß der Religionen, die friedlich hier zusammen wohnen.
So sollte es zumindest sein, doch nichts, schon gar nichts geht allein.
Man muss sich schon ein bisschen plagen, dem Nachbarn einen Gruß zu sagen
Dadurch würd es sich sehr bald lohnen, mit Stolz und Freude hier zu wohnen.
Der Sprachen viele ich hier hörte, was mich ein ganz klein wenig störte.
Denn die Erfahrung lehrt uns wieder: ich nix verstehen, dann ihr nix Brüder
Wenn ihr zum Turm nach Babel schaut er ist bis heute nicht gebaut.
Ach Nikolaus jetzt wirst du alt, vergisst das Wichtigste gar bald.
Zu grüßen auch die kleinen Leute, die Kinder, unsere größte Freude.
Seid mir willkommen, kleine Schar, wart ihr doch brav das ganze Jahr.
Zumindest steht´s im gold´nen Buche, wenn ich da nach der Wahrheit suche.
So habt verdient ihr euch zu laben an meinen kleinen, süßen Gaben.
Nun muss ich leider wieder gehen, muss weiter nach dem Rechten sehen.
Wo Kinder jetzt ganz aufgeregt schon warten, dass die Tür aufgeht.
Und Nikolaus betritt das Haus und breitet seine Schätze aus.
Mal groß, mal klein, wie es so kommt und wie es jedem Kind zukommt.
So lebt denn wohl und seid recht fromm, bis nächstes Jahr ich wiederkomm.