Zum Auftakt für eine neue Bildungsoffensive im Programm Soziale Stadt haben sich Pädagoginnen mit Elternschaft, Erwachsenenbildung, Vereinen, Kirchen, Kommunalpolitik, Gemeindeverwaltung und Gesundheitsdiensten im Bürgerzentrum getroffen.
Erste Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler eröffnete die Bildungskonferenz. Prof. Dr. Tilo Klöck (Hochschule München) erläuterte das Vorhaben und die Ziele:
Vieles werde schon getan für die Bildung in Familien, KiTas, Horten, Schulen, der Bücherei, in den Vereinen und Kirchengemeinden, in der Erwachsenen- und Elternbildung. Der Bildungserfolg beginnt zuhause und Sprache ist der Schlüssel. Darin war man sich einig. Allerdings ist die Bildungsbeteiligung viel zu stark abhängig von der sozialen Lage der Familien. Vorhandene Talente kommen nicht immer zur Geltung. Vorhandene Mehrsprachigkeit wäre eine wichtige Fähigkeit und eigentlich ein Schatz. Gute muttersprachliche Kompetenzen erleichtern alles insbesondere auch das Erlernen von Deutsch als Fremdsprache. Ein Erfahrungsaustausch über die Sprachförderung soll die Praxis noch mehr beflügeln und verstärken.
Die (ungleichen) Lernorte in Familie, Nachbarschaft, Kita, Hort, Schulen, Jugendarbeit und Gruppen von Gleichaltrigen mehr im Zusammenhang zu sehen und sich auf Ziele zu verständigen, das ist eine Herausforderung für die Eltern und Erziehungspersonen. Die formalen und informellen Bildungsorte verbinden, das hat der Gesetzgeber als eine wichtige Aufgabe anerkannt. Von neuen Arrangements für das Lernen und von Bildungslandschaften ist die Rede. Vielseitige Lernmilieus sollen entstehen.
An fünf Thementischen sammelten Eltern, Fachkräfte, Verwaltung und Politik Vorschläge für Verbesserungen für die Frühe Bildung, Einschulung/ Grundschule, Übertritte an weiterbildende Schulen, Lebensplanung und Berufsorientierung, Übergänge in Ausbildung, Beruf, berufliche Bildung, Erwachsenenbildung mit Elternbildung und Sprachförderung, die zum Leben passt. Kulturelle Bildung kann der interkulturellen Verständigung und Mehrgenerationenarbeit dienen.
Bewährtes wertschätzen, Erfahrungen verwerten und neues schöpferisches Schaffen, das haben sich die Beteiligten miteinander vorgenommen. Dafür werden bis zu einem weiteren Treffen zum Bildungsfrühling viele Gespräche und Erprobungen laufen. WIR in der Parksiedlung, Wir in Oberschleißheim werden auf dem Laufenden halten und Neues auch im KreaPark zeigen und versuchen.
Gerne können Sie selbst mitwirken, z.B. als Lesepatin, Vorleser, Erzählerin und als Gast bei passenden Gelegenheiten, die mit den Kindern geschaffen werden.