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München · Ein klares Signal von Pat CortinaDer EHC ist trotz Schlusslicht-Traumas weiter auf Playoff-Kurs Von Jan Lüdeke Manager Christian Winkler zeigte sich deutlich defensiver bei der Formulierung von Zielen. Das Team habe sich in eine Position gebracht, in der es selbst in der Hand habe, die Playoffs zu erreichen. Zwölf Punkte hatte der EHC bei drei Partien mehr nach seinen Niederlagen gegen Iserlohn (0:4) und in Mannheim (3:4) noch Vorsprung auf den Tabellenelften Hamburg. »Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir zu diesem Zeitpunkt die selbe Differenz Rückstand auf Rang zehn hätten, hätte ich das schon super gefunden«, betonte Winkler nochmals, wie stolz er auf seine Mannschaft ist – trotz einer erneuten Niederlage gegen einen Tabellenletzten. Immer wenn in dieser Spielzeit ein Ligaschlusslicht nach München kam, unterlag der EHC. Gegen Köln und Hamburg war das der Fall, nun auch gegen Iserlohn. Münchens Schlusslicht-Trauma. Der EHC präsentierte sich gegen Iserlohn zu schwach im Spiel ohne Scheibenbesitz. Die Gäste setzten den Körper besser ein und kamen so zu einfachen Toren. Gegen Mannheim zeigten die Münchner eine klare Steigerung. »Wir haben sehr gut gespielt, aber dem Gegner wieder zu viele einfache Tore gegeben. Das Spiel war aber ein Schritt in die richtige Richtung«, zeigte sich Cortina zufrieden. Mike Kompon hatte sein Team in Führung geschossen, die weiteren Treffer von Ryan Ready und Bryan Adams reichten dennoch nicht, um wenigstens einen Punkt aus Mannheim mitzunehmen. Bryan Schmidt weiß deshalb noch nicht, wie es sich anfühlt, im EHC-Dress zu punkten. Der 29-jährige US-Amerikaner unterschrieb in der vergangenen Woche einen Ein-Jahres-Vertrag in München. Winkler reagierte damit auf das weiterhin große Verletzungspech. Der Verteidiger sei ein »harter Kämpfer mit einem gutem Charakter«. In zwei Jahren bei den Kassel Huskies absolvierte Schmidt 86 DEL-Einsätze, zuletzt stand er in seiner Heimat bei den South Carolina Stingrays unter Vertrag, kommt somit aus dem laufenden Spielbetrieb. Das war wichtig, denn Winkler sagt: »Viele andere auf dem Markt haben seit fast zwei Monaten nicht mehr trainiert oder gespielt.« Schmidt sei keine »Vollbombe«, die habe es zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr gegeben. Beim EHC hoffen sie darauf, dass der US-Amerikaner gute Leistungen bringt, um sich für einen Anschlussvertrag zu empfehlen. Mario Jann will das nicht, er wird nach dieser Saison definitiv wieder aufhören. Der reaktivierte EHC-Rekordstürmer werde von Tag zu Tag besser. »Er hat schon ein paar Kilos abgenommen. Man sieht seine Bauchmuskeln wieder ein bisschen«, scherzte Winkler. Die beiden Verpflichtungen nahm der Manager auch zum Anlass, ein wenig über die Planungen für die kommende Saison zu sprechen. Nur wenige Spieler sollen ausgetauscht werden. »So können wir mehr bringen als Teams, die immer den halben Kader wechseln.« Auch im Tor wird es wohl keine Änderungen geben. Das Vertrauen dürfte weiter dem deutschen Gespann Sebastian Elwing/Joey Vollmer geschenkt werden. Einen ausländischen Topkeeper möchte Winkler nicht holen. Der Iserlohner Manny Legace, ein Kanadier mit NHL-Erfahrung, hielt gegen den EHC sensationell. »Aber der kostet alleine mehr als meine beiden Goalies«, rechnete Winkler vor. Dass es auch ohne Top-Einkäufe geht, macht der EHC aktuell vor – und dank Cortinas neuem Ritual ist das Thema Playoffs langsam aber sicher präsent. Weiterlesen
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