Veröffentlicht am 31.08.2010 00:00

Oberschleißheim · Vorträge zur Geschichte der Gemeinde Oberschleißheim

Im Vorfeld der neuen Orts­chronik, die anlässlich des diesjährigen Jubiläums der Gemeinde erscheinen wird, informieren Sie drei Vorträge über wichtige Aspekte in der Geschichte unserer Gemeinde. Interessant, informativ und unterhaltsam – Altbekanntes und neue Entdeckungen – so lautet das Motto der drei Abende mit hochkarätigen Referenten.

statt.

Die Moderation der Abende wird Herr Prof. Dr. Hermann Rumschöttel übernehmen.

Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und zu diskutieren.

Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 22. September 2010, 19.30 Uhr

Dr. Marcus Junkelmann: »Ein Weltreich hinterlässt seine Spuren. Römische Bodenfunde werfen ein neues Licht auf die Schleißheimer Frühgeschichte«

Bis vor kurzem bestand Oberschleißheims römische Vergangenheit nur aus einer schon lange wieder verschollenen Silbermünze und einigen vermuteten Straßenzügen. Jetzt sind aber hochinteressante Funde auf den Feldern am Moosrain westlich des Lehr- und Versuchsgutes aufgetaucht. Besonders aufschlussreich ist ein Halsreif, der einer im Großraum München schon mehrfach belegten romanisierten Gruppe einheimischer Kelten zugewiesen werden kann. Die Funde belegen die Präsenz der Römer vom 1. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. Das steht bestens im Einklang mit einer vor kurzem erschienenen Publikation, der zufolge – entgegen früheren Annahmen – die römische Hauptstraße Augsburg-Salzburg das genannte Fundareal passierte. Aus der Anwesenheit der Römer an dieser Stelle ergeben sich auch Schlussfolgerungen für die Gründungsgeschichte des bajuwarischen Slivesheim.

Mittwoch, 6. Oktober, 19.30 Uhr

Dr. Johannes Erichsen: »Eine »Neue Pinakothek«: Die Gemäldegalerie Kurfürst Maximilians I. im Alten Schloß Schleißheim«

Schleißheim diente schon ab 1620 als »Galerieschloss«. Wie erst 1980 aufgefundene Inventare des Alten Schlosses zeigen, verwahrte Kurfürst Maximilian I. in seiner Schleißheimer Villa einen Großteil seiner Sammlung (damals) moderner Malerei,

d. h. Werke von Tizian, Veronese, Tintoretto, Turchi, Rubens, Janssens, Sandrart u. a. m. Obwohl die Inventare weder Künstler noch Maße nennen, lassen sich die wichtigsten Gemälde identifizieren. Der Vortrag stellt dieses bisher übersehene und noch unveröffentlichte Kapitel deutscher Sammlungsgeschichte vor.

Mittwoch, 13. Oktober, 19.30 Uhr

Otto Bürger: »Oberschleißheim im 20. Jahrhundert – von der Königlich Bayerischen Fliegertruppe, der NS-Zeit bis hin zum Bau der Parksiedlung«

Anhand von Lichtbildern wird die vielfältige Geschichte Oberschleißheims im 20. Jahrhundert lebendig.

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