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Politik - 24.08.2010 Wochenanzeiger München: Bogenhausener Anzeiger
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Bogenhausen · Nadelöhr Revaler Straße
Anwohner verärgert über ungerecht verteilte Belastung
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Bogenhausen · Der Ärger um die Verkehrssituation in der Parkstadt Bogenhausen nach Öffnung des Richard-Strauss-Tunnels vor einem Jahr hält an, ja nimmt stetig zu. Marita Seeberger beantragte jetzt im Bezirksausschuss (BA) die »sofortige Öffnung aller Querstraßen von der Weltenburger Straße«, und zwar die Klose-, die Gleim-, die Havel- und die Oderstraße, »wo der Verkehr praktisch auf Null gebracht wurde«.
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In der Revaler Straße kanalisiert sich der Anliegerverkehr in die Parkstadt Bogenhausen – sehr zum Leidwesen betroffener Anlieger. Foto : ikb |
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Die Bürgerin moniert, dass »seit 2004 der gesamte Verkehr von der Weltenburger
Straße in das Viertel über eine einzige Strecke, die Revaler- und in Verlängerung
die Gotthelfstraße fährt«. Ob der Blockabstimmung im BA von Verkehrsangelegenheiten
war die Anwohnerin sichtlich schockiert: Die Kommunalpolitiker beschlossen
nämlich auf Empfehlung des zuständigen Unterausschusses, den Antrag zu vertagen
und zu gegebener Zeit im Rahmen einer Gesamtlösung auch diese Problematik
zu behandeln.
Erboste Anwohnerin spricht von Irrsinn
»Wir sind seit sechs Jahren diesem Irrsinn ausgesetzt. Dazu passt auch die
sogenannte Probephase, die für ein Jahr geplant und als Probe stillschweigend
auf weitere sechs Jahre ausdehnt wurde. Der damals von mehreren Stellen
angekündigte Termin für eine Diskussion über die Probephase fand bis heute
nicht statt«, erbost sich Marita Seeberger in einem Brief an BA-Vorsitzende
Angelika Pilz-Strasser. Und weiter: »Jahrelang wurde vom BA bekräftigt,
dass mit der Tunneleröffnung sämtliche Verbote der genannten Straßen aufgehoben
würden, und zwar mit der Begründung: der Schleichverkehr ist mit der Tunnelöffnung
weg. Somit sollte dann jede Straße ihren Verkehr wieder aufnehmen. Aber
diese Absicht ist bis heute nicht umgesetzt. Warum nicht?«
Die Gleim- und Oderstraße sind ruhige Wohnstraßen geworden, der Anwohnerverkehr
führt immer noch durch die Revaler Straße, ärgert sich die Anliegerin. Und:
»Zusätzlich donnern seit dem Frühjahr Baufahrzeuge und Lastwagen durch die
Revaler Straße.« Seebergers Schluss: Die Parkstadt ist mehr oder minder
zweigeteilt – in den südlichen ruhigen Abschnitt und in den nördlichen Teil.
Das mehrfach im BA diskutierte Thema Verkehrszählung ist nach Ansicht der
Bürgerin nur dann sinnvoll, »wenn zuvor alle Verbote in den Nebenstraßen
der Weltenburger Straße mindestens zwei Monate vor der Zählung aufgehoben
werden, damit sich der Verkehr normal einpendelt und man ein realistisches
Bild über den tatsächlichen Fluss der Autos bekommt«.
ikb
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