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Lokales - 28.07.2010 Wochenanzeiger München: Schwabinger Seiten
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Schwabing · Schwabinger stimmen ab
Bürgerversammlung im Stadtbezirk 12
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Schwabing · Jetzt ist der erste Schritt in Sachen Bürgerbeteiligung getan: Das Schwabinger Architektenehepaar Hermann Grub und Petra Lejeune-Grub hatte noch vor wenigen Wochen überlegt, wie für ihr Projekt »Ein Englischer Garten«, bei dem Nord- und Südteil des Schwabinger Parks mittels Untertunnelung des durchführenden Isarrings wieder verbunden werden sollen, die Bürger beteiligt werden könnten.
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Staufrei am Isarring: Schmalere Fahrspuren sollen Platz für eine fünfte schaffen. Grafik: Grub-Lejeune |
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Englischer
Garten: Südteil/Nordteil
Bei der Bürgerversammlung des Stadtbezirks 12, Bezirksteil Schwabing-Alte
Heide, hat sich nun Bürger Hans-Herrmann Wettke für das Konzept stark gemacht:
Der Schwabinger beantragte nicht nur die Tieferlegung des Mittleren Rings
bei der Veranstaltung am Dienstag vergangener Woche. Sondern außerdem, dass
der Isarring mit einer zusätzlichen fünften Fahrspur ausgebaut werden solle.
Damit unterstützt Wettke eine weitere Idee des Schwabinger Architektenehepaars.
Sie wollen nämlich mit der fünften Fahrbahn den Dauerstau vermeiden, der
seit der Öffnung des Richard-Strauss-Tunnels westlich der Kennedybrücke
herrscht. Laut Werner Lederer-Piloty, Vorsitzender des Bezirksausschusses
Schwabing-Freimann (BA 12), würde dieses System für etliche Jahre taugen.
»Die Chose funktioniert reibungslos, ohne dass ein einziger Baum fallen
muss«, sagte er bei der Versammlung. Die anwesenden Schwabinger votierten
einstimmig für Wettkes Antrag.
Ein Bürger beantragte des Weiteren eine Verbindung per Bus vom Scheidplatz
zur Münchner Freiheit. Denn gerade für Rollifahrer, die von der nahe am
Scheidplatz gelegenen Stiftung Pfennigparade kämen, sei eine direkte Verkehrsanbindung
ohne Umsteigen nötig. Für Burkhart Hüttl von der Münchner Verkehrsgesellschaft
(MVG), der sich während der Bürgerversammlung gleich zum Antrag äußerte,
ist die Busverbindung eine unnötige »Parallelbedienung« seit unter anderem
die Tram 23 durch die Leopoldstraße fahre. Laut Werner Lederer-Piloty macht
es sich Hüttl in diesem Fall »zu leicht«. Nach Ansicht des BA-Vorsitzenden
hat die MVG die Pflicht, auch einmal einen »Sonderfall zu unterhalten«,
selbst wenn der nicht kostendeckend sei. Die Bürger stimmten mehrheitlich
für die Busverbindung. Ebenfalls positiv äußerten sich die meisten Bürger
per Stimmkarte für den Antrag einer Schwabingerin, an der Leopold-/Ecke
Herzogstraße beim Lift zum U-Bahnzwischengeschoss einen zusätzlichen Fahrradständer
aufzustellen. Als Begründung gab die Antragstellerin an, dass der Weg zum
Lift ständig durch Fahrräder, die zum Teil am Boden liegen, versperrt sei.
Roland Zeller vom Baureferat, Abteilung Straßenplanung und Straßenbau, versprach
während der Versammlung, den Sachverhalt zu prüfen und, falls es vom Platz
her machbar sei, in Sachen Fahrradständer aufzurüsten.
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