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Albrecht Ackerland über Anti-GewaltDa schau her! Albrecht Ackerland berichtet exklusiv im Münchner SamstagsBlatt Das stimmt natürlich nicht. Früher mag vielleicht alles anders gewesen sein, aber besser war es nicht. Wir waren keine Heiligen, und die Zeit war schon gleich gar nicht heilig. Das ist sie bis heute nicht, und wenn ich alle paar Wochen wieder eine Meldung lese, dass Buben, die noch nicht einmal als halbwüchsig durchgehen, einen Dreißigjährigen verprügeln, dann frage ich mich schon, ob es noch sicher ist, in egal welchem Alter auf die Straße zu gehen. Weitere
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Aber wir müssen auch das Wiesnzelt in der Stadt lassen: Jener Maßkrugaufsetzer auf des Gegners Schädelein, der hat mittlerweile etwas Folkloristisches, ja, ist gar kurz davor, zum Kulturgut erhoben zu werden. Freilich nur, wenn er früher geschah. Weil heute ist so ein sanfter Aufsetzer auf des Banknachbars Schädel schnell ein versuchter Totschlag. Zu Recht ist er das. Und etwas anderes war er schon damals nicht. Die Umstände mögen vielleicht einst andere gewesen sein – sie waren aber gewiss nicht mehr und nicht weniger förderlich für Gewalt. Unsere Ordnung birgt eben auch die Möglichkeit, Verlierer zu sein. Verlierer gab es schon immer, nur kommt es mir so vor, als häuften sich ob des Versagens unseres Bildungssystems jene Verlierer. Und was macht so ein Verlierer, wenn er es obendrein nie gelernt hat, seinem Ärger anderweitig Luft zu machen? Zum Glück gibt es am Ende jemand, der sich zumindest um die Härtefälle kümmert – bevor es ganz zu spät ist. Oder Unglücke geschehen. Ansetzen allerdings müssten wir viel früher, womöglich gar in unser aller Köpfen. Weiterlesen
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